Inländischer Hilfsverein Zug
Title
Inländischer Hilfsverein Zug
Reference Code / Identification number
P.57
Stage
Bestand
Period of origin
1894 - 1952
Provenance
Inländischer Hilfsverein Zug
Bestandsgeschichte
Der inländische Hilfsverein Zug wurde gemäss dem ersten vorhandenen Jahresbericht von 1911 am 22. Januar 1874 gegründet. Die übergeordnete Organisation, der "Schweizerische Frauenhilfsverein zur Unterstützung armer Kinder in den Missionsstationen", wurde vermutlich 1872 ins Leben gerufen (1910: 38. Jahresbericht). Zweck des Vereins war es, in "werktätiger Nächstenliebe" bedürftige katholische Kinder, insbesondere an Weihnachten, zu beschenken.
Zu diesem Zweck trafen sich die Mitglieder, allesamt Frauen, auch in der Sektion Zug, zu so genannten Arbeitsstunden. Sie nähten und strickten, um Abgaben an Bedürftige und "praktische Geschenke" an "Diasporagemeinden" (=Missionsstationen wie Brugg, Affoltern, Speicher etc.) abzugeben. Im Jahresbericht 1936 wird eine 81 Jahre alte Frau gelobt, die "sage und schreibe 45 Paar Bubenhosen gratis" angefertigt habe. Neben Schuhen und Kleidern wurden auch Rosenkränze und Gebetsbücher verschickt.
Im Rahmen dieser privaten Wohltätigkeit haben die Frauen auf verschiedene Weise versucht, Geld zu sammeln, z.B. mit Lotterien in Kurhäusern (JB 1911). Auch die Klosterfrauen im Bürgerspital, im Institut Menzingen, im Kloster Maria Opferung und im Kloster Frauenthal sowie das Salesianum unterstützten den Hilfsverein.
Die ersten Jahresberichte des Zuger Vereins unterschrieb ein G. Müller. Sehr lange Zeit wirkte auch Frau E. Schönenberger für den Verein. Pauline Keiser war seit Gründung des Vereins bis zu ihrem Tod am 29. Dezember 1918 Sekretärin.
Im Jahresbericht von 1951 wurde vermerkt, dass das Lokal, das 78 Jahre lang als Versammlungsraum "im Hause Hegglin" gedient habe, aufgegeben werden müsse. Gemeint war das Haus der Familie Hegglin-Kerckhoffs.
Form and content
Protokolle
Überlieferungsformen
None
End of protection period
1/1/1983